Unity of Command II - Review

Vagrus - The Riven Realms - Vorstellung





Vagrus - The Riven Realms

von Lost Pilgrims Studio



Vorstellung:

Vagrus - The Riven Realms: Eine narrative Erfahrung mit Elementen von Spielen wie Battle Brothers, Darkest Dungeon und Sunless Sea.


Vorwort

Das Spiel gibt es derzeit nur auf Englisch und es befindet sich inmitten einer Finanzierungskampagne bei der man sich, nach der Investition, bereits im Spiel versuchen kann. Genau das habe ich gemacht, weswegen ich euch Vargus hier auch schon zeigen kann. Spielbar ist momentan der Prolog auf dem meine bisherigen Erfahrungen beruhen. Er ist ein umfangreiches Tutorial, dass den Spieler an das Spielprinzip und die Welt heranführt. Der größte Teil des Prologs unterscheidet sich durch seine Linearität allerdings stark von der eigentlichen Kampagne. Während wir zu Anfang nur einem schmalen Pfad folgen und eine Questreihe absolvieren, öffnet sich die Welt im späteren Verlauf und wir können tun und lassen was wir wollen.
Das Spielbrett der Rundenbasierten Kämpfe bei dem sich beide Gruppen gegenüberstehen. Links Unten sind die Fähigkeiten unserer Chars. Links oben können wir selbst als Vagrus ´sehr eingeschränkt mit Buffs oder Wiederbelebungen aushelfen. Die Pinken Steinchen sind dabei unsere Ressource.


Hintergrund und Story

Was sofort auffällt, ist der Story Fokus des Spiels. In Events und Dialogen erleben wir eine Menge großartiges Storytelling, das die bedrückende Atmosphäre der Dark Fantasy Welt von Vagrus gut einfängt. Vagrus ist eines dieser Spiele indem man, ebenso viel Zeit im Kodex beim nachlesen von Hintergrundinformationen verbringen, wie mit dem eigentlichen Gameplay (Das auch sehr narrativ sit). Nach dem Niedergang eines großen Imperiums, dass den Zorn der Götter heraufbeschworen hat und entsprechend durch diese gestraft wurde, liegt die Welt in Trümmern. Eine Dark-Fantasy Post-Apokalypse, wenn man so will, ist also die Umgebung in der wir uns als Vagrus wiederfinden.

Die Vagri sind so etwas wie Karawanen und Söldnerführer zugleich – die Abenteurer dieser Zeit, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die Welt durch Handel am Leben zu erhalten. Das ist entsprechend gefährlich, weil sie draußen in der offenen Welt, die wir über ein Rundenbasiertes Nodesystem erkunden, eine Menge Dinge gibt, die uns umbringen wollen. Pro Tag, der einer Runde entspricht, haben wir eine bestimmte Anzahl an Bewegungspunkten, die wir aufwenden können, um voran zu kommen. Sind diese aufgebraucht rasten wir, bezahlen unsere Truppe oder heilen unsere Charaktere. Wir verbrauchen auch ständig Nachschub, den wir in Städten wieder auffüllen können. An diesen zentralen Orten können wir auch über die Straßen schlendern (per Storydialog) und auf interessante Events stoßen, bei denen wir z.B. Ausrüstungsgegenstände für unsere Truppen oder für unsere Lasttiere erbeuten können. Auf dem Markt können wir uns mit Handelswaren versorgen, in Schmieden Metalle einschmelzen, uns in Gladiatorenkämpfe stürzen, in Tavernen abhängen, Gerüchte und Informationen kaufen und uns Kopfgeldaufträge oder den Segen von Göttern in Tempeln abholen - alles in Allem gibt es also einiges zu tun, oder vielmehr zu lesen.

Erkunden, Entscheiden, Handeln und Kämpfen

Beim Erkunden der Außenelt stoßen wir ebenfalls auf verschiedene Interessante Orte, Charaktere und allerlei anderes, was stets mit Hintergrundwissen und „schönen“ Geschichten unterlegt ist. Die Texte sind sehr gut geschrieben und sind, im englischen Original, qualitativ von einem ordentlichen Buch kaum zu unterscheiden. Bei den Events und in Dialogen spielt nicht nur unsere Antwortauswahl eine Rolle. Abhängig von unseren Begleitern, ihren Skills oder der Ausstattung unserer Truppe bieten sich unterschiedliche Lösungswege an. Die Fähigkeiten, Attribute und Professionen der Begleiter können wir mit Level-Ups entsprechend steigern, was unsere Erfolgschancen bei Events die etweige „Skills“ benötigen, verbessert. Sind wir eine sehr charismatische Truppe dann wird es einfacher Leute zu überzeugen usw. Erfolgswahrscheinlichkeiten bei Antworten und RNG spielen also durchaus eine Rolle und können dabei, wie RNG das so an sich hat, auch frustrieren.

Wenn Worte nicht mehr helfen dann geht’s in die Rundenbasierten Kämpfe, die an Warsaw oder Darkest Dungeon erinnern. Auf einem Kampfbrett, dass aus 6 vs 6 Feldern besteht, die sich jeweils auf eine Nahkampf und eine Fernkampfreihe aufteilen, stellen wir unsere Recken zunächst einmal auf. Anschließend bestimmt die Initiative der Figuren wer als erstes ran darf. Die Kämpfer haben dabei unterschiedliche Fähigkeiten, die sie einsetzen können: Einzelangriffe, Bewegungen, Buffs/Debuffs oder Zwangsverschiebungen von Figuren auf dem Brett sind nur einige davon. Gerade die Zwangsverschiebungen sollten dabei z.B. nicht unterschätzt werden. Nahkämpfer die man in die Zweite Reihe schiebt verlieren oft im Prinzip eine ganze Runde, weil sie sie dafür aufwenden müssen sich wieder in Schlagreichweite zu bringen.

Das RNG-Gewitter

Die Schattenseiten von RNG spüren wir allerdings auch in den Kämpfen - teils recht heftig. Manche die eigentlich relativ leicht zu gewinnen sein sollten, können sich bei schlechtem würfelglück, in Selbstmordkommandos verwandeln – Gefühlt ist noch einiges an Balancing nötig, um dafür zu sorgen, dass man sich als Spieler nicht veräppelt vorkommt, wenn man mal wieder Fünf 90 Prozenter hintereinander nicht trifft. Da ich dafür bekannt bin niemals Glück zu haben, habe ich das entsprechend auch zu spüren bekommen – gut zu sehen in meiner englischen Video Coverage zu Vagrus, die ihr auf meinem internationalen Kanal finden könnt. 

Fazit

Wer also Englisch kann, kein Lesemuffel ist und auf einen Battle Brothers/Darkest Dungeoun/Mount & Blade/Sunless Sea Hybriden Lust hat, der sollte sich Vagrus – The Riven Realms vielleicht vormerken. 

Meine englischen Let's Try Videos: 



Links zur FIG Kampagne: 
https://www.fig.co/campaigns/vagrus-the-riven-realms

Viele Grüße

Euer Toryn =)

Kommentare